
Zwar hat es heute nicht zum ersten mal geschneit, aber es bleib zum ersten mal liegen. Der Winter hat damit nun auch Berlin erreicht. Oder besser gesagt: Der Schnee. Denn kalt ist es schon etwas länger. Neues gibt es von meiner Seite kaum. Der Großteil meines Lebens spielt sich auf meiner Arbeit ab und darüber blogge ich hier bekanntlich nicht. Aber gut ergeht es mir dort nach wie vor. Ich merke, dass dies die Arbeit ist, die ich gerne mein Leben lang machen würde. Also die Arbeit mit Kindern meine ich. Ob ich für immer in der Arche bleibe hängt schließlich nicht von mir alleine ab. Aber ich bleibe realistisch. Denn genauso Hauch dünn wie der Schnee nun in Berlin liegt, so Hauch dünn sind meine Chancen in Hellersdorf zu bleiben. Dessen bin ich mir sehr wohl bewusst.
Archiv für die Kategorie ‘Kinder’
Ein Hauch von Schnee
Verfasst von Stefan am 16. Dezember 2009
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So anders
Verfasst von Stefan am 6. Dezember 2009
Was hat die Woche gebracht? Die eisige Kälte kam nach Berlin und somit auch das frieren. Aber kein Problem, das gehört zur Weihnachtszeit dazu und macht die Weihnachtsmärkte attraktiver. Ich habe diese Woche die Zeit genutzt um neben der Arbeit ein paar Bio-Schoko-Nikoläuse zu kaufen. Diese habe ich dann in der Nacht von Samstag auf Sonntag vor die Türen meiner Mitbewohner des Plattenbaus gestellt. Ganz anonym. Einfach so um ihnen eine Freude zu machen. Heute früh bin ich dann wie immer in den Gottesdienst gegangen und danach mit meinem WG-Kollegen Philipp essen gegangen. Und zwar in das China-Restaurant in dem unser chinesischer Mitbewohner arbeitet. Wir haben auch ihm natürlich einen Nikolaus und einen Bio-Lebkuchen mitgebracht. Er hat uns im Gegenzug ein Eis spendiert
Zuhause wieder angekommen habe ich gelernt, dass auch ich viel telefonieren kann. Insgesamt habe ich über 5 Std. am Telefon verbracht und telefoniert. Es war eine gute Zeit, keine Frage, aber dabei habe ich meine Obdachlosen Freunde außen vor gelassen. Naja, nächste Woche dann wieder…
Achja, wen es noch interessiert: Auf Arbeit geht es mir unglaublich gut. Ich liebe meine Kinder von Tag zu Tag mehr und ich freue mich jeden Tag nach dem Aufstehen wieder in die Arche gehen zu können. Denn das Vertrauen der Kinder wächst und auch die Zahl der Kinder, die mir ihr Vertrauen schenken wächst. Und das tut mir gut und motiviert mich jeden Tag aufs neue.
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In der Arche
Verfasst von Stefan am 2. September 2009
Die ersten Arbeitstage bei meinem neuen Arbeitgeber, die Arche e.V., habe ich nun hinter mir und kann sagen, dass es mir dort gut ergeht. Ich darf mich dort um die Kinder zwischen 6 und 13 Jahren kümmern und tue das sehr gerne. Einfach ist das sicherlich nicht immer, aber ich freue mich über jede Beziehung die beginnt und über jedes Kinderlachen. Ich freue mich über jede Höflichkeit und jede ernst gemeinte Frage der Kinder. Ich freue mich die Kinder beten und singen zu hören und ich freue mich, dass das Arbeitsklima so gut ist. Ich freue mich darüber, dass wir jeden Abend eine Reflexionsrunde haben und dass das Wohl der Kinder allen am Herzen liegt. Auch die Zusammenarbeit mit dem Jugendbereich funktioniert tadellos. In meiner ersten Woche bin ich noch viel damit beschäftigt die Namen der Kinder zu lernen und Beziehungen aufzubauen. So kommt es, dass ich schon viel mit den Kindern Tischfußball oder Billard gespielt habe. Bei dem Wetter kam der Außenbereich natürlich auch nicht zu kurz und so spielen wir auch Volleyball, Fußball oder Federball mit den Kindern. Und natürlich gibt es noch mehr Angebote wie z.B. Wasser- oder Kreisspiele.
Beim Spiel mit einzelnen Kindern kommt man auch gut mit ihnen ins Gespräch und bekommt auch mit wie es ihnen denn so geht. Am intensivsten habe ich die Zeit heute beim Bibelkreis erlebt oder zum Teil auch schon beim Essen. Und ich muss euch sagen: Ich liebe diese Kinder! Sie sind einfach spitze und ich danke Gott für jedes Einzelne, dass er es geschaffen hat!
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Die Osterkonferenz 2009
Verfasst von Stefan am 13. April 2009
Dieses Jahr war ich einer der Mitverantwortlichen der Kinderkonferenz auf der Osterkonferenz in Gunzenhausen. Das heißt, ein Kinderprogramm entwerfen für 60 Kinder an zwei Tagen à zwei Einheiten. Die Vormittagseinheit ging zwei, die Mittagsveranstaltung 1,5 Stunden. Also insgesamt sieben Stunden Programm für die 5-7 jährigen auf der Osterkonferenz. Wir haben viel gespielt, gesungen, Spaß gehabt, aber auch über die biblischen Wahrheiten gesprochen bzw. spielerisch vertieft. Das war im Vorfeld enorm viel Arbeit, die ich zusammen mit Birgitta aus meiner Klasse und Mirjam, ebenfalls vom mbs, reinstecken musste. Doch es hat sich gelohnt. Die Kinder waren voll dabei und fanden nichts langweilig. Ich hatte das Gefühl, dass sie gerne bei uns waren und auch wir waren gerne für die Kinder da. Für die Kleingruppen, die wir auch vorbereitet hatten, standen uns noch einige Mitarbeiter von vor Ort zur Verfügung, die ihre Arbeit mehr als gut gemacht haben. Ich bin immernoch begeistert und Gott dankbar, dass er uns derartig unterstützt hat. Und auch das Wetter hat der Herr wieder gut gemacht. Jeden Tag war T-Shirt-Tag! Die Sonne schien den ganzen Tag und es war schön warm. So konnten die Teilnehmer in den Pausen draußen in der Sonne liegen.
Mittlerweile ist alles wieder abgebaut, aufgeräumt und wir sind alle wieder zuhause und ziemlich geschafft. Also ich für mein Teil bin das zumindest. Es war eine geniale Zeit in Gunzenhausen, die auf eine positive Art und Weise aber auch anstrengend war. Ich habe viel gelernt für meine spätere Arbeit mit Kindern und freue mich auf die Zukunft!
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Politik und Kinder
Verfasst von Stefan am 8. April 2009
Die Politik von heute macht mich manchmal traurig. Manchmal auch wütend. Vor allem dann, wenn es um Kinder geht. Kaum steht unsere Wirtschaft auf dem Spiel kann der Staat Milliarden oder sogar Billionen locker machen. Geht es um die Kinder, ist kein Geld da. Es wird gespart an allen Ecken und Enden was mit Kindern zu tun hat. Von der momentanen Bildungspolitik ganz zu schweigen. Egal ob auf Bundes- oder Länderebene, die Kinder scheinen in der Politik eine stark untergeordnete Rolle zu spielen. Ernst genommen werden sie offensichtlicherweise nicht. Die Entscheidungen, die anscheinend für die Kinder getroffen werden entpuppen sich als unproduktiv und auch die Geburtenrate sinkt, wie eine Statistik vom Statistischen Bundesamt, die gestern veröffentlicht wurde, wieder beweist. Und wo werden die meisten Kinder geboren? In der „Unterschicht“. Und wer profitiert von staatlichen Hilfen, wie dem Elterngeld am meisten? Die Mittel- und Oberschicht. Und jetzt wird eines der wenigen noch funktionierenden Apparaten abgeschafft. Okay, ganz so schlimm ist es nicht. Aber es wird wieder gekürzt. Und zwar ganz gewaltig! Ab sofort sind sogar die Verfahrenspfleger von den Kürzungen betroffen und werden sozusagen ausgebeutet. Das sieht die Politik sicher anders, aber wer am Menschen direkt dran ist und die Arbeit eines Pädagogen wertschätzt kann so etwas einfach nicht verantworten. Da geht die ganze Welt zu Grunde weil es keine vernünftigen Wertevorstellungen gibt und anstatt bei den Kindern anzusetzen, die unsere Zukunft sind, lassen wir sie verwahrlosen. Ich habe vorhin eine Zahl gehört, die zeigt, dass sich seit dem Kinderreport 2007 nichts verbessert sondern verschlechtert hat. Denn die Zahl der Kinder in Deutschland, die in Armut leben ist von 2,5 Millionen auf 3 Millionen gestiegen. Und dann soll unsere Zukunft eine bessere werden?
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Kinderwelten (4)
Verfasst von Stefan am 15. Februar 2009
Kinder – Sie sind so einfach zu begeistern, so ehrlich und auf Hilfe angewiesen. Aber wer hilft ihnen, wenn nicht die Eltern? Spätestens seit dem Kinderreport 2007 wissen wir, dass auch Deutschlands Kinder nicht von der Armut verschont bleiben. Zwar wird da lediglich die finanzielle Armut angesprochen, aber alles andere ist auch schwer messbar. Und dieser finanziellen Armut fängt der Staat jetzt an entgegenzuwirken. Denn jetzt gibt es das Elterngeld. Also das gibt es schon etwas länger, aber bei mir hat es eine Weile gedauert bis ich mitbekommen habe, dass dieses Elterngeld hauptsächlich dem verdienenden Volk dient. Die wirklich armen, die schon seit Jahren arbeitslos sind bekommen lediglich den Mindestsatz von 300.- € pro Kind im Monat. Das ganze immerhin 14 Monate lang. So bekommen die ärmeren in unserem Lande doch nicht so viel mehr als anfänglich von mir angenommen. Das man mit Geld aber auch nicht alles regeln kann will ich hier nur nebenbei anmerken. Eine drogenabhängige Mutter hat nun eben 300.- € mehr zum verbraten als vorher. Aber an der Situation des Kindes ändert sich erstmal nichts. Diese finanziellen Dinger sind mir zu idealistisch Gedacht. Was ist mit der sozialen und emotionalen Armut? Die kann man mit Geld nicht abschaffen!
Immerhin habe ich jetzt gelesen, dass in Deutschland wieder mehr Kinder geboren werden. Mal sehen, vielleicht kommen wir von 1,3 Kindern pro Familie auf 1,5
Das ganze wird dem demographischen Wandel allerdings keinen Abbruch tun. Das heißt es muss sich immer noch einiges ändern in Deutschland. Es gibt viel zu tun. Packen wir’s an!
P.S.: Das Elterrngeld kann man sich übrigens hier berechnen lassen!
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Kinderarmut in Deutschland
Verfasst von Stefan am 3. Februar 2009
Die einen sagen sie gibt es nicht. Andere sagen die Zahlen seien übertrieben. Manche werden täglich damit konfrontiert. Einige davon wollen sie nicht wahrhaben. Doch eines ist Fakt: Es gibt sie – die Kinderarmut in Deutschland. Von der rein finanziellen Armut sind 2,5 Millionen Kinder innerhalb Deutschlands betroffen. Das ist fast jede sechste Kind. Von der sozialen und emotionalen Armut ganz zu schweigen. Ich kann es verstehen, dass einige Schwierigkeiten haben mit diesem Thema oder nicht wissen wie sie damit umgehen sollen. Aber das schlimmste finde ich, wenn sie geleugnet wird. Oder noch schlimmer: Wenn Menschen und Organisationen, die den Kindern aktiv helfen kritisiert und öffentlich nieder gemacht werden. Das lässt mein Herz schreien, meine Wut kochen und fordert meine Nächstenliebe gegenüber solchen Menschen heraus. Nicht helfen ist das eine, die Helfer fertig zu machen ist das andere. Ihr beschwert euch über die Jugend von heute, seht aber nicht hinter die Symptome. Ihr seht nur was vor Augen ist. Aber warum jemand Drogen nimmt, unhöfflich oder gewalttätig ist fragt ihr nicht. Ihr haltet euch dieses Thema vom Leib um euer Weltbild zu wahren. Das Weltbild vom heilen Deutschland. Das Bild vom Wohlstand, vom Reichtum und der angeblichen Gerechtigkeit. Das bei uns Kinder hungern und verhungern, glaubt ihr nicht! Das Eltern kein Geld haben um ihre Kinder zu unterhalten, glaubt ihr nicht! Das Kinder geschlagen werden, glaubt ihr nicht! Das es auch drogenabhängige Eltern gibt, glaubt ihr nicht! Das viele Kinder überhaupt keinen Schulabschluss haben, glaubt ihr nicht! Was es bedeutet, dass Mutter oder Vater ständig neue Partner hat könnt ihr euch nicht vorstellen. Euch mit der Thematik näher auseinandersetzen wollt ihr nicht. Es könnte ja weh tun und wir könnten ja recht haben. Wir, die wir uns für das Wohl der Kinder in Deutschland einsetzen!
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In Zukunft in Berlin?
Verfasst von Stefan am 28. Januar 2009
Die letzten zwei Tage war ich in Berlin. Nicht um Urlaub zu machen sondern zum hospitieren und zum Vorstellungsgespräch in der Arche in Berlin-Hellersdorf. Ich war natürlich nicht zwei Tage in der Arche, musste aber einen Tag vorher anreisen um rechtzeitig zum Vorstellungsgespräch im 500 km entfernten Berlin zu erscheinen. So hatte ich die Ehre beim Jugendpastor der ICF übernachten zu dürfen. Am nächsten Tag war es dann soweit. Zugegebener Maßen war ich etwas aufgeregt, aber wer ist das nicht, wenn es um eine Stelle im Traumjob geht. Ich habe mich für den Kinderbereich der Arche beworben und durfte gestern alles mal mitmachen. Egal ob Tischkicker spielen, Monopoly, Fangen im Ruheraum, Toben in der sogenannten Gummizelle, beim Essen oder bei der Kinderparty. Ich war nur sechs Stunden da und diese waren relativ vielseitig und haben mir einen guten Einblick in die Arche gegeben. Ich habe mal wieder gespürt wie sehr mir Kinder am Herzen liegen. Und Kinder, die keine guten Entwicklungschancen haben, liegen mir erst recht am Herzen. Ich will ihnen zuhören, mit ihnen spielen, ihnen Angebote machen, mit ihnen toben, für sie einstehen und einfach da sein wenn sie mich brauchen. Ich will mit ihnen die Welt entdecken, Perspektiven geben, Freude schenken und sie mit Gott vertraut machen. Ich will ihnen ein Vorbild sein, ein Freund, ein großer Bruder oder wie auch immer. Für das was die Kinder mir geben (ein Lachen, Strahlen, Echtheit, an Emotionen, Ehrlichkeit, Spieltrieb, usw.) bin ich motiviert genug um ihnen auch zu geben, was ich kann.
Was ich nicht vergessen darf ist natürlich das anschließende Vorstellungsgespräch. Es war eine sehr gute Atmosphäre und ich habe sehr gutes Feedback bekommen. Allerdings müssen noch Absprachen innerhalb des Teams getroffen werden. Bis Freitag sollte ich allerdings Bescheid wissen.
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Unterricht
Verfasst von Stefan am 10. Dezember 2008
Das dritte Jahr am Marburger Bibelseminar hat seinen Schwerpunkt eindeutig in der Pädagogik. Das liegt wohl daran, dass wir im Frühjahr 2009 auch unsere pädagogischen Prüfungen bestehen müssen. Und ich liebe all diese Fächer, denn es gilt einen Wissensdurst zu befriedigen. Doch trotz all der Euphorie gibt es Dinge, die eher anstrengend sind, aber mit Sicherheit hilfreich beim Blick auf die Zukunft. So kommt es, dass wir zur Zeit den hessischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) für Kinder von 0-10 Jahren im Unterricht durcharbeiten und diskutieren. Darin stehen tolle Sachen, die sich allerdings nicht immer ohne weiteres umsetzen lassen. Er ist nicht konkret genug und somit unter heftige Kritik in Hessen geraten. Nichts desto trotz möchte ich die Mühen der Mitwirkenden nicht verurteilen und versuche das Gute darin zu erkennen. Also nicht nur auf die Schwächen zu schauen, sondern die Chancen zu erkennen. Das ist sicher nicht nur beim BEP nötig, aber irgendwo muss man ja anfangen
So kämpfe ich mich mit all meinen Mitschülern durch den BEP und freue mich auf eine Ende. Ich bin ja schon gespannt wo es im Anerkennungsjahr hingehen wird und was dort für ein BEP vorliegen und / oder gelten wird.
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