Stefans Blog

Archiv für die Kategorie ‘Hilfe’

Kinderarmut in Deutschland

Verfasst von Stefan am 3. Februar 2009

Die einen sagen sie gibt es nicht. Andere sagen die Zahlen seien übertrieben. Manche werden täglich damit konfrontiert. Einige davon wollen sie nicht wahrhaben. Doch eines ist Fakt: Es gibt sie – die Kinderarmut in Deutschland. Von der rein finanziellen Armut sind 2,5 Millionen Kinder innerhalb Deutschlands betroffen. Das ist fast jede sechste Kind. Von der sozialen und emotionalen Armut ganz zu schweigen. Ich kann es verstehen, dass einige Schwierigkeiten haben mit diesem Thema oder nicht wissen wie sie damit umgehen sollen. Aber das schlimmste finde ich, wenn sie geleugnet wird. Oder noch schlimmer: Wenn Menschen und Organisationen, die den Kindern aktiv helfen kritisiert und öffentlich nieder gemacht werden. Das lässt mein Herz schreien, meine Wut kochen und fordert meine Nächstenliebe gegenüber solchen Menschen heraus. Nicht helfen ist das eine, die Helfer fertig zu machen ist das andere. Ihr beschwert euch über die Jugend von heute, seht aber nicht hinter die Symptome. Ihr seht nur was vor Augen ist. Aber warum jemand Drogen nimmt, unhöfflich oder gewalttätig ist fragt ihr nicht. Ihr haltet euch dieses Thema vom Leib um euer Weltbild zu wahren. Das Weltbild vom heilen Deutschland. Das Bild vom Wohlstand, vom Reichtum und der angeblichen Gerechtigkeit. Das bei uns Kinder hungern und verhungern, glaubt ihr nicht! Das Eltern kein Geld haben um ihre Kinder zu unterhalten, glaubt ihr nicht! Das Kinder geschlagen werden, glaubt ihr nicht! Das es auch drogenabhängige Eltern gibt, glaubt ihr nicht! Das viele Kinder überhaupt keinen Schulabschluss haben, glaubt ihr nicht! Was es bedeutet, dass Mutter oder Vater ständig neue Partner hat könnt ihr euch nicht vorstellen. Euch mit der Thematik näher auseinandersetzen wollt ihr nicht. Es könnte ja weh tun und wir könnten ja recht haben. Wir, die wir uns für das Wohl der Kinder in Deutschland einsetzen!

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Von Filmen und Emotionen

Verfasst von Stefan am 26. August 2008

Gerade eben habe ich den Film „Die Fremde in Dir“ gesehen. Ein genialer Film wie ich finde. Aber auch wieder einer jener Filme, die mich noch länger beschäftigen werden. Ich kannte zwar den Trailer, war dennoch überrascht wie krass der Film doch wirklich ist. Es soll ja Leute geben, die können diese Filme so gut verdauen wie ich Schokolade. Aber es gibt auch Menschen, die gewisse Situationen, die solche Filme zeigen oder Emotionen, die solche Filme zu vermitteln versuchen, aus dem wahren Leben kennen. Oder noch schlimmer: Die solche Situationen oder Emotionen kannten und sie vielleicht erfolgreich verdrängt oder einfach nur vergessen haben. Kann man sich vorstellen, was in einem Menschen vorgeht, wenn diese verdrängten oder vergessenen Emotionen wieder hoch kommen? Ich denke nicht… Darum wäre ich mit Aussagen wie „Ich fand den Film harmlos“ sehr vorsichtig. Denn Dein Nebensitzer könnte derjenige sein, der seine Ängste nun versuchen wird zu bagatellisieren anstatt zu lernen vernünftig mit ihnen umzugehen.
Grundsätzlich finde ich es nicht verkehrt, wenn ein Film in der Lage ist nicht verarbeitetes wieder in einem hervorzurufen. Allerdings sollte man sich beim Umgang mit dem was hoch gekommen ist am besten professionelle Hilfe holen um zu verarbeiten anstatt wieder zu verdrängen.

Nebenbei bemerkt: Nicht alle Filme, die Emotionen hervorrufen sind empfehlenswert. Manche Filme sind einfach nur krank und gehören meiner Meinung nach sogar verboten!

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Ruhe

Verfasst von Stefan am 21. Juli 2008

Gestern habe ich nach einer Weile beschlossen einen Spaziergang mit Gott zu machen. Einen Spaziergang an der Lahn entlang. Also machte ich mich auf, um für fünf Stunden unterwegs zu sein, allein zu sein und nachzudenken und vor allem um mit Gott zu reden. Anfangs viel mir das wahrlich schwer und ich merkte wie meine Gedanken an den verschiedensten Orten kreisten, aber nicht zur Ruhe kamen. Und in meinem Inneren schrie die Sehnsucht nach Gottes Nähe. Erst nach ungefähr drei Stunden, als ich mich irgendwo zwischen Marburg und Wehrda befand, war es dann endlich soweit. Kein Mensch weit und breit und nur die Leere und die Stille. Nur ich und Gott. Ich redete mit ihm, über meine Situation und meine innersten Bedürfnisse. Ich legte ihm alles hin und ließ mich von ihm berühren aber auch hinterfragen und er schenkte mir so viele Eindrücke, dass ich kaum in der Lage war sie alle zu verarbeiten. Aber ich hatte ja Zeit und Gott war dabei. Später war ich zuhause und las noch ein wenig in einem Buch und auch da fielen mir tausend Eyopener ins Auge und mir wurde so vieles so klar. Mir wurde beispielsweise bewusst, dass ich zwar mit Gott rede, in den letzten Monaten ihm aber nicht die Chance gelassen habe zu antworten. Mein Gebet wurde zum Monolog. Außerdem wurde mir bewusst, dass ich manchmal so sehr damit beschäftigt bin, meinen Platz in dieser Gesellschaft zu finden, dass ich ganz vergesse mich selbst zu finden. Ja, so sehr, dass ich sogar schon fast vergessen habe wer ich eigentlich bin. Desweiteren wurden mir noch viele andere persönlichere Dinge klar, die ich ändern will, die ich erlernen will. Als ich gestern Abend ins Bett ging, war ich erfüllt wie lange nicht mehr und ich sehe wieder eine klare Richtung in die mein Leben geht und ich weiß genau an was ich wie arbeiten muss. Danke Gott für diesen genialen Tag, danke für deine Hilfe!

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Buchtipp

Verfasst von Stefan am 31. Mai 2008

Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht viel lese und es so gut wie nie schaffe ein Buch auch durchzulesen. Aber dieses Buch von Shane Claiborne (Ich muss verrückt sein so zu leben) musste ich einfach durchlesen. Es ist so lebendig und inspirierend geschrieben, dass es schwer ist, es zur Seite zu legen. Wie kann die Kirche wiederbelebt werden? Was heißt es als Christ zu leben und was sind unsere Verantwortungen? Diesen und vielen anderen Fragen geht er nach und schreibt Dinge nieder, die beim lesen so logisch erscheinen. Aber dennoch ist man irgendwie noch nicht dahinter gekommen. Für mich beinhaltet dieses Buch sehr sehr viele Eyeopener.
Ich kann jedem Christen nur empfehlen dieses Buch zu lesen. Es ist meiner Meinung nach schon fast Pflicht! Es ist in vielen Dingen wie das Ei des Columbus’ und ermutigt uns Christen die Welt zu verändern. In Gemeinschaft und Nächstenliebe.
Viel Spass beim lesen!

„Die Welt braucht Menschen, die so sehr an eine andere Welt glauben, dass sie nicht anders können, als sie schon jetzt zu leben.“ (Shane Claiborne)

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Danke Jesus

Verfasst von Stefan am 26. April 2008

Oh wie schön kann doch das Leben mit Jesus sein. Aber wie einfach kann ich mich von anderen Dingen von ihm ablenken lassen. Doch wohin führt mich ein Leben ohne Jesus? Mach ich mich von anderen Sachen abhängig? Wo treibt mich diese Abhängigkeit hin? In die Verzweiflung? In die Depression? Wie komme ich da nur wieder heraus? Der Weg scheint aussichtslos…
Doch Herr Jesus, dafür starbst Du für mich am Kreuz! Du hast für all meine Fehler bezahlt. Ich bin von Dir abhängig. Nur Du kannst mich aus all meinen Sorgen befreien. Nur Du kannst mir den wahren Durchblick schenken. Und das beste: Du leidest mit mir und erlebst das alles mit mir. Denn Du lebst in mir! Dank Dir kann ich sagen ich bin frei!

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Verzicht

Verfasst von Stefan am 14. Juni 2007

Was passiert wenn einen die Vergangenheit wieder einholt? Was ist wenn sie Dir ins Gesicht springt und Dir sagt „Hallo hier bin ich!“? Nicht immer sind die Dinge der Vergangenheit gute Dinge. Nicht alles in der Vergangenheit war leicht. Um so schlimmer ist es festzustellen, dass man sie noch nicht ganz verarbeitet hat. Näher möchte ich in diesem Blog gar nicht darauf eingehen. Ich habe eben wieder etwas entdeckt, an was ich noch arbeiten muss. Ich muss mich mal wieder im Verzicht üben.
Sommer 2005 bin ich aus der Raubkopiererszene ausgestiegen und habe beschlossen auf alles Illegale zu verzichten.
Sommer 2006 habe ich endgültig beschlossen komplett auf Alkohol zu verzichten.
Sommer 2007 zeigt Gott mir wieder eine Schwäche in meinem Leben, die von meiner Vergangenheit her geprägt ist. Ich habe feststellen müssen, dass fast mein gesamtes Witzerepertoire aus obszönen Witzen besteht. Mir war das vorher nie aufgefallen. Ich habe es auch nicht als schlimm empfunden. Aber Gott hat mal wieder zu mir gesprochen und mir auch gleich gezeigt, woher es denn kommt, dass ich so viele Witze dieser Art kenne. Das war ziemlich krass für mich, aber ich habe Gott versprochen an mir zu arbeiten. Besser gesagt, ich habe ihm gesagt, dass er an mir arbeiten soll und dass ich mit im gehen will. Nur so kann ich mich weiterentwickeln und weiter lernen. Am liebsten wäre es mir, wenn ich diese Witze einfach nur vergessen könnte. Aber so einfach ist das nicht. Ich übe mich gerade darin, sie nicht mehr zu erzählen um sie dadurch zu vergessen. Aber wie es natürlich immer so ist, kommen mir in letzter Zeit fast ständig diese versauten Witze in den Kopf. Es ist ein Kampf. Ein Glück, dass Jesus schon gewonnen hat. Denn auf ihn baue ich.

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