Stefans Blog

In Friesland und Holland

Verfasst von Stefan am 5. August 2007

Die Niederlande ist nicht so klein wie ich dachte. Aber dies tut jetzt nichts zur Sache. Fakt ist, dass ich wieder im Schwabenländle bin und die Freizeit gut überstanden habe. Ich war nämlich mit der Jugend der Baptisten in Backnang 7 Tage segeln und dann noch in Amsterdam. Welch ein Spass sage ich euch.
Der erste Tag bestand eigentlich fast ausschließlich aus der Autofahrt nach Harlingen (Niederlande / Friesland). Dort angekommen verluden wir unser Gepäck auf das Schiff namens Mercartor. Das war ein Segelschiff. Da es schon Abend war ging es zügig ins Bett. Der nächste Tag war bis auf die Windstärke (6-7) repräsentativ für fast alle anderen Tage, was den Ablauf anging. 7 Uhr aufstehen, zu den sanitären Anlagen laufen, duschen, Frühstücken und um 09:30 Uhr vom Hafen ablegen. 5-9 Std. segeln und dann wieder an einem Hafen anlegen. Die Nachmittage oder Abende verbrachten wir in den Städten bzw. Dörfern auf den Inseln an denen wir anlegten. Glücklicherweise hatten wir nur am ersten Tag extrem viel Wind. Und da hätte ich auch beinahe die Fische gefüttert. Aber an den anderen Tagen erging es mir gut. Vor allem an den sonnigen Tagen. Das war herrlich bei fast windstillem Wetter auf dem Deck zu liegen und sich zu bräunen.
Was mir am besten am segeln gefallen hat war das “trocken fallen”. Das heißt, dass wir mitten im Meer den Anker runter gelassen haben und auf die Ebbe gewartet haben. Also das Boot lag auf dem Grund und wir konnten durch das Wasser laufen und Krebse beobachten oder Muscheln sammeln. Es war auf jedenfall ein ziemlich geniales Gefühl weit draußen im Meer auf dem Sand zu laufen und kein Land in Sicht.
Oh ja, auf dem Schiff hatten wir viel Spass. Wenn wir mal nicht gerade die Segel gehisst oder gewendet haben, lagen wir entweder auf dem Deck oder spielten Poker oder Lügen. Manch einer schlief in seinem Bett oder auf den Bänken in den Gemeinschaftsräumen. Da wir sogar Strom auf dem Schiff hatten konnten wir jederzeit Musik hören oder bei Hunger uns auch etwas kochen oder warm machen.
Was anstrengend war, war die Toilette auf dem Schiff. Die war wirklich nur für Kleinigkeiten. Daher kam es, dass nach dem Anlegen erstmal alle vom Schiff gegangen sind um die sanitären Anlagen im jeweiligen Ort aufzusuchen. Geschlafen wurde übrigens auf dem Schiff.
Und dann war da noch Amsterdam. Am 03. August war unsere Segeltour zu Ende und wir fuhren mit den Autos nach Amsterdam auf einen Campingplatz. Also der Platz war in Ordnung. Gute sanitäre Anlagen, ebener Boden, keine Steine, genügend Parkmöglichkeiten und Schattenplätze, aber dieser Geruch. Ja, es roch nach Gras, welches von ca. 90% der Camper geraucht wurde. Auch in der Innenstadt gab es unglaublich viele Coffeeshops. Insgesamt mehr als alle Fast-Food-Restaurants zusammen. Also von Amsterdam war ich enttäuscht. Dort geht alles nur um Drogen und Sex. Wenn man durch die Stadt geht sieht man in den Schaufenstern neben Drogen und T-Shirts auch Frauen, die sich zum verkauf anbieten. Mehr hat Amsterdam wohl nicht zu bieten. Traurig. Es gibt zwar noch das Anne-Frank-Haus, aber bei 7,50 € Eintritt wird sich wahrscheinlich die gute Anne im Grab rumdrehen.
Aber mit dieser genialen Truppe hatte ich auch in Amsterdam meinen Spass. Auf dem Zeltplatz haben wir viel geredet, sind spazieren gelaufen, haben gespielt und den Supermarkt dort erkundet. Und am 05. August ging es wieder nachhause. Hier hätte ich meine Kloschüssel und Dusche küssen können. Endlich wieder alles sauber und mehr als 4 min. Zeit zum duschen.
Ich muss sagen, dass dies eine gesegnete Zeit war. Wir hatten zwar einen Bänderriss und eine Gehirnerschütterung, aber auch das ist gut verlaufen. Gott war immer dabei und hat uns die ganze Zeit bewart. Auch bei den langen Autofahrten. Und dafür bin ich ihm dankbar.

Eine Antwort zu “In Friesland und Holland”

  1. Valerie sagte

    Wer hat denn den Bänderriss bekommen und wer die Gehirnerschütterung, oder eher: wie?
    liebe Grüsse aus der schweiz!

Einen Kommentar schreiben

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <pre> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>