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Verzicht

Verfasst von Stefan am 14. Juni 2007

Was passiert wenn einen die Vergangenheit wieder einholt? Was ist wenn sie Dir ins Gesicht springt und Dir sagt “Hallo hier bin ich!”? Nicht immer sind die Dinge der Vergangenheit gute Dinge. Nicht alles in der Vergangenheit war leicht. Um so schlimmer ist es festzustellen, dass man sie noch nicht ganz verarbeitet hat. Näher möchte ich in diesem Blog gar nicht darauf eingehen. Ich habe eben wieder etwas entdeckt, an was ich noch arbeiten muss. Ich muss mich mal wieder im Verzicht üben.
Sommer 2005 bin ich aus der Raubkopiererszene ausgestiegen und habe beschlossen auf alles Illegale zu verzichten.
Sommer 2006 habe ich endgültig beschlossen komplett auf Alkohol zu verzichten.
Sommer 2007 zeigt Gott mir wieder eine Schwäche in meinem Leben, die von meiner Vergangenheit her geprägt ist. Ich habe feststellen müssen, dass fast mein gesamtes Witzerepertoire aus obszönen Witzen besteht. Mir war das vorher nie aufgefallen. Ich habe es auch nicht als schlimm empfunden. Aber Gott hat mal wieder zu mir gesprochen und mir auch gleich gezeigt, woher es denn kommt, dass ich so viele Witze dieser Art kenne. Das war ziemlich krass für mich, aber ich habe Gott versprochen an mir zu arbeiten. Besser gesagt, ich habe ihm gesagt, dass er an mir arbeiten soll und dass ich mit im gehen will. Nur so kann ich mich weiterentwickeln und weiter lernen. Am liebsten wäre es mir, wenn ich diese Witze einfach nur vergessen könnte. Aber so einfach ist das nicht. Ich übe mich gerade darin, sie nicht mehr zu erzählen um sie dadurch zu vergessen. Aber wie es natürlich immer so ist, kommen mir in letzter Zeit fast ständig diese versauten Witze in den Kopf. Es ist ein Kampf. Ein Glück, dass Jesus schon gewonnen hat. Denn auf ihn baue ich.

2 Antworten zu “Verzicht”

  1. theolounge sagt:

    Ey, wenn Du an “versaute” Witze denkst, dann lass es vielleicht einfach zu. Alles, was man verbietet, wird erst besonders reizvoll.
    Man sollte ja hier nicht mit der Moralkeule stehen. Wichtiger ist, vernünftig mit anderen Menschen umzugehen. Und wenn Du mal einen dieser Witze hast und jemand ihn hören WILL, dann kannst Du ihn diesem Jemand auch erzählen, warum denn nicht. Wir sind doch nicht im Kloster.

  2. Simon sagt:

    Hi Stefan,

    die in Bürg werden sich wahrscheinlich freuen, wenn du dein obszönes Witzerepertoire versuchst nicht mehr anzufinden ;-)

    …störend fand ichs jetzt nicht, bzw. ist mir nie so aufgefallen…aber wenns für dich eine Belastung ist, dann versuch sie ruhig loszuwerden…

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